Alle Artikel mit dem Schlagwort: Lesen

GĂĽterverzeichnis Kloster Rupertsberg bis 1300

Meine Abschlussarbeit behandelt die GĂĽter und das Netzwerk von Kloster Rupertsberg bis 1300. DafĂĽr habe ich allerdings nur die gedruckten Urkunden ausgewertet, sonst wäre es eine Dissertation geworden und wahrscheinlich hätte der Umfang auch diese Vorgaben ĂĽberschritten. Viele Informationen konnte ich deshalb nicht in der Studie unterbringen. Damit meine umfangreiche Datensammlung fĂĽr andere Regionalhistoriker*innen nutzbar ist, ergänzte ich die Studie um einen sehr langen Anhang, …

Die European Super League: Geschichte wiederholt sich nicht, sie reimt sich

Ein Alleingang im FuĂźball, der jedoch genauso schnell in sich zusammenfällt, wie er startete. Was auf die 60-stĂĽndige Super League passt, ist nichts Neues, sondern ein altes Schema. Auch im FuĂźball gilt: Es wird nichts so heiĂź gegessen, wie es gekocht wird. Weder 2021 die European Super League –noch 1920 die GrĂĽndung des ersten deutschen Profivereins, auf die der DFB mit einer Machtdemonstration reagierte, indem …

Vom Kaiserreich zur Kommerzialisierung: Deutschland und der moderne FuĂźball

„Moderner FuĂźball“ ist ein Schlagwort. Ein Schlagwort, das in Zeiten von wankendem 50+1, zunehmender Kommerzialisierung, zerstĂĽckelter Spieltage etc. vorwiegend negativ konnotiert ist. Aber war der FuĂźball vorher alt? Antik? NatĂĽrlich mitnichten. Etymologisch betrachtet, bedeutet modern nichts anderes als „modisch/nach heutiger Mode“. Synonyme sind Adjektive wie aktuell, neu(artig), zeitgemäß und meinen damit auch fortschrittlich und etwas, das gerade eben („modo“) beliebt geworden ist. Ähnlich definiert es auch der …

Vom Gentlemen- zum Arbeitersport: England und der moderne FuĂźball

„Moderner FuĂźball“ ist ein Schlagwort. Ein Schlagwort, das in Zeiten von wankendem 50+1, zunehmender Kommerzialisierung, zerstĂĽckelter Spieltage etc. vorwiegend negativ konnotiert ist. Aber war der FuĂźball vorher alt? Antik? NatĂĽrlich mitnichten. Etymologisch betrachtet, bedeutet modern nichts anderes als „modisch/nach heutiger Mode“. Synonyme sind Adjektive wie aktuell, neu(artig), zeitgemäß und meinen damit auch fortschrittlich und etwas, das gerade eben („modo“) beliebt geworden ist. Ähnlich definiert es auch der …

Das Ockenheimer Roth im Binger Wald

Ein Distrikt des Binger Waldes nennt sich Ockenheimer Rod/Roth. Gottfried Erckmann beschreibt den Bereich in seinem 1930 erschienen Buch ĂĽber den Binger Wald auf mehreren Seiten. [1]Vgl. Erckmann, Gottfried: Der Binger Wald. Bingen: Pennrich 1930. S.44-53, 60. URL: http://www.dilibri.de/rlb/content/pageview/979651 (Letzter Zugriff: 02.02.15). So auf Seite 44: »Das Ockenheimer Rod schneidet aus dem Ingelheimer Wald die Nordostecke heraus. Es gehörte ehemals, ebenso wie der Dichtelbacher Wald, wie …

Ockenheim, Okegem und Ockeghem, Teil 3

Nach etwas Pause habe ich mich wieder mit Ockenheim, Okegem und Ockeghem beschäftigt. Auf der Homepage des Heemkring Okegem wird als mögliche etymologischer Ursprung von Okegem oder „Oggenem“, wie Ockenheim im heimischen Dialekt ausgesprochen wird, der frĂĽhmittelalterliche, friesländische Schlachtenheld „Hocke“ genannt. Darauf wurde schon eingegangen. Ich nahm per E-Mail mit dem Vorsitzenden des Vereins, Herman van Isterdael, auf, der mir binnen drei Stunden eine herzliche Antwort schrieb. Viel könne …

Datenauswertung in practise

Ich bin gerade mal wieder mit der Feldpost von Philipp Weinheimer beschäftigt. Mit einem Update zur abgeschlossenen Auswertung am Ende des Artikel. Ich habe nun die Hälfte der Feldpostdaten systematisch gesammelt – allerdings erst die des Eingangs. Ich nutze dafĂĽr, recht primitiv, Excel. Senkrecht links die Namen, die ich dann und dann alphabetisch sortiere und waagerecht die einzelnen Stationen. Letztere auch mehrfach genannt, wenn Weinheimer …

„Ich schrieb verhältnismäßig viel.“ – Eine erste Auswertung

Wie schon angekĂĽndigt, habe ich mich mit der detaillierten Auflistung von erhaltener und versandter Post von Philipp Weinheimer beschäftigt. Er schrieb zwischen 1940 bis März 1945 insgesamt 1459 ((Philipp Weinheimer schrieb schon auf der ersten Seite des Postausgangs: „Ich schrieb verhältnismäßig viel. Zuerst im R.A.D. in Dahnen (Eifel)“, S. 70. Er schrieb durchschnittlich knapp eine Karte, Briefe oder ähnliches pro Tag, sofern man die Dauer …

„Aus dem Soldatenleben“

Nachdem ich vor einigen Wochen bereits Erinnerungen von Philipp Weinheimer zu seiner dritten Verletzung 1944 veröffentlicht habe, folgen nun drei weitere Seiten ĂĽber seine Zeit als Soldat zwischen 1940 und 1942, die er in einer Kladde veröffentlicht hat. In dieser Kladde „Kriegstagebuch“ sammelte er während des 2. Weltkrieges diverse Erinnerungen, die teilweise in folgenden Blogbeiträgen veröffentlicht werden. Denn in der Kladde enthalten sind auf der …

24. Juli 1944, St. Petersburg. Ein Brief von Philipp Weinheimer

Edition eines undatierten Briefes von Philipp Weinheimer (1921-2006), der Ende des 2. Weltkrieges an der Front in St. Petersburg stationiert war. Im Brief blickte er auf den 24. Juli 1944 zurĂĽck, als ein russischer Angriff ihn schwer am Arm verwundete. Zuvor war er als Soldat bei der unsäglichen Leningradblockade beteiligt, aber bereits Mitte Januar mit einer schweren Armverletzung ausgeflogen worden. „24. Juli 1944 …….. Der …