• Doctor Who in der Vergangenheit

    Doctor reist mit der T.A.R.D.I.S. durch Zeit und Raum. Zwar reiste sie*er häufiger in Paralleluniversen und die Zukunft denn in die Vergangenheit. Nämlich 41 Mal in den New Who, den seit 2005 produzierten Staffeln (Stand: S13E04). Dabei traf the Doctor in der Vergangenheit auf allerlei bekannte Personen oder Ereignisse der vor allem englischen Geschichte. Stark neuzeit-lastig sind die Besuche, denn über die Hälfte der Zeitreisen in die Vergangenheit gingen in die Zeit zwischen 1850 und der Gegenwart. Und nur ganze dreimal reiste sie*er in die Antike und das Mittelalter (= bis ca. 1500): Zur Zerstörung von Pompeji mit (79 v. Chr., S04E02), den Wikingern (irgendwann zwischen 800 und 1100; S09E05)…

  • Familiengeschichte-Tipps für die Recherche

    Hier finden Sie einige Familiengeschichte-Tipps, denn die eigene Geschichte zu recherchieren ist en vogue, vor allem seit der Corona-Pandemie. Viele Menschen interessieren sich nicht unbedingt für die Geschichte, wohl aber die der eigenen Familie. Jede Woche erreichen mich einige Anfragen im Archiv, die ich teils selbst bearbeiten kann oder aber an andere Stellen oder auf Quellen verweisen kann. Familiengeschichte-Tipps: Wie gehe ich mit einem Familiennachlass um? Kennen Sie schon mein Workbook „Ordnung im Familienarchiv. Sinnvoll und effizient“? Sie können es sich hier kostenlos downloaden (14 MB, pdf-Datei)! Kennt das Geburtsdatum! Warum? Weil es Menschen gleichen Namens gibt, die meistens aber an unterschiedlichen Tagen geboren sind. Es ist also ein Identitätskriterium.…

  • Das Musikwesen in England 1760-1840

    Diese Hausarbeit habe ich im Sommersemester 2011 im Seminar „Fairest Isle, alle isles excelling – englische Kultur, Gesellschaft und Lebenswelten 1760-1840“ bei Prof. Dr. Josef Johannes Schmid (Geschichte, Uni Mainz) verfasst. Einleitung Das pulsierende Londoner Konzertleben um 1800 übertraf selbst jenes von Paris und Wien. In den vielen Theatern und im Sommer zusätzlich in den pleasure gardens – besonders Vauxhall und Ranelagh – wurden Opern und andere musikalische Unterhaltungen regelmäßig und an mehreren Tagen in der Woche gegeben, in der Fastenzeit darüber hinaus Oratorien. Musikliebhaber konnten zwischen konkurrierenden Konzertreihen, italienischer Oper, kunstvoller Musik in Theaterstücken, Maskenspielen und Pantomime wählen.[1]Vgl. Zum blühenden Londoner Konzertleben vor allem: 1) Philip, Robert: London. In:…

  • Adoption und Eheschließungen als Machtfaktor im Prinzipat am Beispiel von Agrippina der Jüngeren und Nero

    Diese Hausarbeit habe ich im Sommersemester 2011 im Seminar „Nero und das Ende der iulisch-claudischen Dynastie“ bei Dr. Andreas Goltz (Geschichte, Uni Mainz) verfasst. Einleitung Agrippina die Jüngere[1]Agrippina die Jüngere wird im Folgenden nur mit ihrem praenomen genannt. Ihre Mutter, Agrippina die Ältere, wird dagegen immer mit dem Ephilet „die Ältere“ genannt. galt lange Zeit bis in das 20. Jahrhundert als skrupellose, machtbesessene Frau, die Morde beging, um sich und ihren Sohn Lucius Domitius Ahenobarbus, den späteren Kaiser Nero[2]Nero wird im Folgenden nur mit diesem Namensbestandteil genannt, wenngleich er bis zu seiner Adoption „Lucius Domitius Ahenobarbus“ hieß und durch die Adoption mit vollem Namen „Nero Claudius … Continue reading, in den…

  • „Ascendit in mare bestia“ – Kaiser Friedrich II. und Papst Gregor IX.

    Diese Hausarbeit habe ich im Sommersemester 2011 im Proseminar „Kaiser und Papst“ bei Dr. Regina Schäfer (Geschichte, Uni Mainz) verfasst. Einleitung Kaum eine Persönlichkeit des Mittelalters wurde in so unterschiedlicher Weise charakterisiert wie Kaiser Friedrich II. von Hohenstaufen. Er stelle auf Grund seiner ausgeprägten vielfältigen Interessen für seine Zeitgenossen eine außergewöhnliche Persönlichkeit dar, weshalb die divergierenden Charakterisierungen zustande kamen. War er für seine Bewunderer stupor mundi, betrachteten ihn seine Gegner, im Besonderen die Päpste seiner Herrschaftszeit, als häretischen Herrscher, der ihre Macht behindern wollte. Die Gegnerschaft der Päpste lag zum einen am universellen Herrschaftsanspruch der Staufer, aber im Besonderen in der vom Papst empfundene „Einkreisung“ des Kirchenstaates nach der Vereinigung…

  • Das Meehrche vum Rotkäppche

    Domols imme Land gabs emol a Fraa die hot a Dochter. Des Medsche hat so immer en rot Käppche getrah uff’m Kopp. Deshalb hieß des Medche aach Rotkäppche. Dem Medche sei Oma war ziemlich krank. Do hot die Mutter en Freßkorb gemacht und des Rotkäppche dode mit zur Oma geschickt. Bevor des Medche losgang is, seeht die Mutter „Horsch, geh nit vum Weesch ab. Dass is zu gefährlich.“ Die Oma wohnt neemlich mitte im Wald. Uff’m Weg dohie sieht das Medche scheene Blumme in de Nee vum Weesch un denkt: „Wie schee, die Oma deet sich bestimmt freie ibber so scheene Blumme. Do nemm isch a paar mit.“ Während sie…

  • Die Religion in den Testamenten der brandenburgisch-preußischen Herrscher und ihre Auswirkungen

    Diese Hausarbeit habe ich im Semester 2007/08 im Proseminar „Der Aufstieg Brandenburg-Preußens“ bei apl. Prof. Dr. Bettina Braun (Geschichte, Uni Mainz) verfasst. Einleitung Seit dem 16. Jahrhundert verfassten Landesherren neben ihren persönlichen, privaten Testamenten auch so genannte politische Testamente. Diese waren an den Nachfolger des jeweiligen Landesherrn gerichtet und unterrichteten ihn über die innenpolitische und außenpolitische Lage des Landes sowie über Besonderheiten und Wünsche des Landesherrn. In dieser Arbeit dienen die politischen Testamente des 17. und 18. Jahrhunderts der branden-burgisch-preußischen Kurfürsten bzw. Könige Friedrich Wilhelm, Friedrich III./I., Friedrich Wilhelm I. und Friedrich II. als Quellengrundlage. Das Kurfürstentum Brandenburg-Preußen wurde 1618 gegründet, entstand aus dem Kurfürstentum Brandenburg und dem Herzogtum Preußen…

  • Die Reformkleidung der Frauen

    Diese Hausarbeit habe ich im Sommersemester 2006 im Proseminar „Lebensreform um 1900“ bei Dr. Christina Niem (Kulturanthropologie, Uni Mainz) verfasst. Einleitung Die Epoche der „Lebensreform“ um 1900 war ein relativ kurzlebiges Zeitfenster auf dem Weg zu unserer heutigen modernen Gesellschaft. Sie begann Ende des 19. Jahrhunderts und dauerte bis ca. 1914 als die Auswirkungen des 1. Weltkrieges dem Leben seinen ureigenen Stempel aufdrückten. Der Höhepunkt war ca. von 1900 bis 1905. Die Lebensreformer folgten anthroposophischen Lebensweisen. Unter dem Leitsatz: „Zurück zur Natur“ entstand eine Gegenbewegung zur Verstädterung und der Industrialisierung. Propagierte Lebensweisen waren: eine vollwertige Ernährung, die ökologische Landwirtschaft, der Vegetarismus, natürliche Heilverfahren/Naturheilkunde, Nudismus/ FKK, Sexualreform, Siedlungsprojekte wie die Gartenstädte…

  • Rebellion gegen die Geistlichkeit – Anne Hutchinson und die antinomische Krise

    Diese Hausarbeit habe ich im Wintersemester 2002/03 im Seminar „Puritanismus im kolonialen Nordamerika“ bei Prof. Dr. Helmut Schmahl (Geschichte, Uni Mainz) verfasst. Es ist meine allererste Hausarbeit, die ich verfasst habe. Nachträglich habe ich den Text gegendert und den Begriff Native Americans ergänzt. Einleitung 1531 hatte sich Heinrich VIII. von der römischen Kirche gelöst und die englische Staatskirche gegründet. Im Gegensatz zu den anderen protestantischen Konfessionen geschah diese Abspaltung primär nicht aus Gründen von Glaubensfragen wie bei den Reformatoren. Entscheidender Anlass war die Weigerung des Papstes, die Ehe von Heinrich VIII. mit der Spanierin Katharina von Aragon aufzulösen, damit dieser mit der Hofdame Anna Boleyn eine neue römisch-katholisch legitimierte Ehe…