• Familiengeschichte-Tipps für die Recherche

    Hier findest du einige Familiengeschichte-Tipps, denn die eigene Geschichte zu recherchieren ist en vogue, vor allem seit der Corona-Pandemie. Viele Menschen interessieren sich nicht unbedingt für die Geschichte, wohl aber die der eigenen Familie. Jede Woche erreichen mich einige Anfragen im Archiv, die ich teils selbst bearbeiten kann oder aber an andere Stellen oder auf Quellen verweisen kann. Familiengeschichte-Tipps: Wie gehe ich mit einem Familiennachlass um? Kennst du schon mein Workbook “Ordnung im Familienarchiv. Sinnvoll und effizient”? Du kannst es dir hier kostenlos downloaden (14 MB, pdf-Datei)! Kennt das Geburtsdatum! Warum? Weil es Menschen gleichen Namens gibt, die meistens aber an unterschiedlichen Tagen geboren sind. Es ist also ein Identitätskriterium.…

  • Mills Kellys: Fünf Vorhersagen

    Mills Kelly besuchte das Mainzer Land im Juni 2021. Als nicht mehr ganz frisch gebackener Preisträger des Gutenberg Teaching Award hielt er am 16. Juni einen Vortrag über den Geschichtsunterricht und über Geschichtsvermittlung im digitalen Raum.   Fünf Vorhersagen #1: Student creativity will flourish #2: Increased collaboration across disciplinary boundaries #3: “Writing” will become less central to history education #4: The War on Fake History will consume more and more of our time #5: Some online teaching is here to stay   Ich unterschreibe jede dieser Vorhersagen. Ähnlich wie an Schulen werden auch Dozent*innen, die die Vorteile und Möglichkeiten, aber auch Herausforderungen der digitalen Geschichtsvermittlung nicht kennen, schwer haben. Gut,…

  • Die öffentliche Meinung in der Bundesrepublik Deutschland gegen die Vorbereitung des Atomkrieges

    Westdeutsches Friedenskomitee (Hg.): Die öffentliche Meinung in der Bundesrepublik [Deutschland] gegen die Vorbereitung des Atomkrieges. Eine Dokumentation. Düsseldorf 1955. Das stand auf einem Heftchen, das ich vor einigen Jahren in einem Antiquariat sah. Ich kaufte es, ohne hingesehen und darin gelesen zu haben. Nun habe ich es eingescannt, für euch zum Downloaden (pdf-Datei, 44 MB) Aber keine Quelle ohne Einordnung. “Atoms for Paradise” “Angesichts der Tatsache, daß in einem künftigen Weltkrieg Kernwaffen bestimmt benutzt werden würden und daß derartige Waffen das Fortbestehen der Menschheit bedrohen, fordern wir die Regierungen, der ganzen Welt auf, einzusehen und öffentlich einzugestehen, daß ein Weltkrieg ihren Zielen nicht förderlich sein kann. Weiterhin fordern wir sie…

  • Doctor Who in der Vergangenheit

    Doctor reist mit der T.A.R.D.I.S. durch Zeit und Raum. Zwar reiste sie*er häufiger in Paralleluniversen und die Zukunft denn in die Vergangenheit. Nämlich 39 Mal in den New Who, den seit 2005 produzierten Staffeln (Stand: S12E10). Dabei traf the Doctor in der Vergangenheit auf allerlei bekannte Personen oder Ereignisse der vor allem englischen Geschichte. Stark neuzeit-lastig sind die Besuche, denn über die Hälfte seiner Zeitreisen in die Vergangenheit gingen in die Zeit nach 1850 zurück. Und nur ganze dreimal reiste sie*er in die Antike und das Mittelalter (= bis ca. 1500): Zur Zerstörung von Pompeji mit (79 v. Chr., S04E02), den Wikingern (irgendwann zwischen 800 und 1100; S09E05) und –…

  • Digital Past: 9nov38 & Als der Krieg nach Hause kam

    Digital Past ist ein freies Kollektiv von Historiker*innen, die Geschichte und historisches Denken mit den Mitteln der digitalen Welt teilen wollen. Das Interesse an der Vergangenheit ist ungebrochen groß, kann aber über die herkömmlichen Kanäle von Büchern, Fernsehsendungen und Ausstellungen nicht bedient werden. Die Idee hatte Moritz Hoffmann und ergänzte das Kollektiv um Charlotte Jahnz, Christian Gieseke, Michael Schmalenstroer und mir. “Im November 2013 haben wir mit #9no38 Geschichte geschrieben. Sogar die New York Times berichtete über unseren Twitter-Account, mit dem wir die Ereignisse des Novemberpogroms in Deutschland 1938 tages- und zeitgenau nacherlebten. 2014 erhielt es den Goldener Blogger Award für den besten Twitter Account 2013.” ➡️ Mehr zum Projekt…

  • Das Musikwesen in England 1760-1840

    Diese Hausarbeit habe ich im Sommersemester 2011 im Seminar “Fairest Isle, alle isles excelling – englische Kultur, Gesellschaft und Lebenswelten 1760-1840” bei Prof. Dr. Josef Johannes Schmid (Geschichte, Uni Mainz) verfasst. Einleitung Das pulsierende Londoner Konzertleben um 1800 übertraf selbst jenes von Paris und Wien. In den vielen Theatern und im Sommer zusätzlich in den pleasure gardens – besonders Vauxhall und Ranelagh – wurden Opern und andere musikalische Unterhaltungen regelmäßig und an mehreren Tagen in der Woche gegeben, in der Fastenzeit darüber hinaus Oratorien. Musikliebhaber konnten zwischen konkurrierenden Konzertreihen, italienischer Oper, kunstvoller Musik in Theaterstücken, Maskenspielen und Pantomime wählen.[1]Vgl. Zum blühenden Londoner Konzertleben vor allem: 1) Philip, Robert: London. In:…

  • Adoption und Eheschließungen als Machtfaktor im Prinzipat am Beispiel von Agrippina der Jüngeren und Nero

    Diese Hausarbeit habe ich im Sommersemester 2011 im Seminar “Nero und das Ende der iulisch-claudischen Dynastie” bei Dr. Andreas Goltz (Geschichte, Uni Mainz) verfasst. Einleitung Agrippina die Jüngere[1]Agrippina die Jüngere wird im Folgenden nur mit ihrem praenomen genannt. Ihre Mutter, Agrippina die Ältere, wird dagegen immer mit dem Ephilet „die Ältere“ genannt. galt lange Zeit bis in das 20. Jahrhundert als skrupellose, machtbesessene Frau, die Morde beging, um sich und ihren Sohn Lucius Domitius Ahenobarbus, den späteren Kaiser Nero[2]Nero wird im Folgenden nur mit diesem Namensbestandteil genannt, wenngleich er bis zu seiner Adoption „Lucius Domitius Ahenobarbus“ hieß und durch die Adoption mit vollem Namen „Nero Claudius … Continue reading, in den…

  • “Ascendit in mare bestia” – Kaiser Friedrich II. und Papst Gregor IX.

    Diese Hausarbeit habe ich im Sommersemester 2011 im Proseminar “Kaiser und Papst” bei Dr. Regina Schäfer (Geschichte, Uni Mainz) verfasst. Einleitung Kaum eine Persönlichkeit des Mittelalters wurde in so unterschiedlicher Weise charakterisiert wie Kaiser Friedrich II. von Hohenstaufen. Er stelle auf Grund seiner ausgeprägten vielfältigen Interessen für seine Zeitgenossen eine außergewöhnliche Persönlichkeit dar, weshalb die divergierenden Charakterisierungen zustande kamen. War er für seine Bewunderer stupor mundi, betrachteten ihn seine Gegner, im Besonderen die Päpste seiner Herrschaftszeit, als häretischen Herrscher, der ihre Macht behindern wollte. Die Gegnerschaft der Päpste lag zum einen am universellen Herrschaftsanspruch der Staufer, aber im Besonderen in der vom Papst empfundene „Einkreisung“ des Kirchenstaates nach der Vereinigung…

  • Equity

    Als ich noch ein ganz kleiner Junge war und mich der Lehrer lesen lehrte, zeigte er mir einmal im Gebetbuch zwei winzige Schriftzeichen in der Gestalt viereckiger Pünktchen und sprach zu mir: „Siehst du, Uri, diese beiden Zeichen nebeneinander? Das ist das Monogramm des göttlichen Namens. Wo immer du im Gebetbuch diese beiden viereckigen Pünktchen so nebeneinander siehst, musst du an dieser Stelle den Namen des Herrn aussprechen, selbst wenn der Name nicht ganz ausgeschrieben ist.“ Wir lasen mit dem Lehrer weiter, bis wir zu einem Doppelpunkt kamen. Auch dieser besteht aus zwei viereckigen Punkten, die aber nicht nebeneinander sondern untereinander stehen: Ich dachte mir, dass auch das ein Monogramm…

  • Das Meehrche vum Rotkäppche

    Domols imme Land gabs emol a Fraa die hot a Dochter. Des Medsche hat so immer en rot Käppche getrah uff’m Kopp. Deshalb hieß des Medche aach Rotkäppche. Dem Medche sei Oma war ziemlich krank. Do hot die Mutter en Freßkorb gemacht und des Rotkäppche dode mit zur Oma geschickt. Bevor des Medche losgang is, seeht die Mutter „Horsch, geh nit vum Weesch ab. Dass is zu gefährlich.“ Die Oma wohnt neemlich mitte im Wald. Uff’m Weg dohie sieht das Medche scheene Blumme in de Nee vum Weesch un denkt: „Wie schee, die Oma deet sich bestimmt freie ibber so scheene Blumme. Do nemm isch a paar mit.“ Während sie…