• Vom Sponheimer Hof zum City Center Bingen

    “Das Areal, auf dem das heutige City Center Bingen steht, hat eine wechselhafte Geschichte erlebt. Erstmals urkundlich fassbar wurde es 1344 durch den Verkauf des Binger Bürgers Wenzo an das Kloster Sponheim (zwischen Bad Sobernheim und Stromberg, östlich von Bad Kreuznach).” Ein Gebäude, das auch Napoleon Bonaparte und Zar Alexander I. betrat und das zwei Mal säkularisiert wurde… ➡️ Alles in der neues Ausgabe von Archivalien erzählen Geschichte(n)

  • Die Ockenheimer Burg

    Die letzten Reste der Ockenheimer Burg wurden erst um 1900 abgetragen und dennoch wissen viele nicht, das sie existierte. Auch gibt es falsche Annahmen über den Standort der Burg. Begonnen hat mein Interesse bereits 2001. Ich schrieb meine Besondere Lernleistung in Geschichte über sie. Am Ende meines Studiums habe ich diverse Quellen und Literatur durchforstet und meine damalige Darstellung überarbeitet. Daraus ist so manche kurze Publikation entstanden. Die Ockenheimer Burg (In: Ockenheimer Geschichte(n)) Erwähnungen der Ockenheimer Burg (In: Ockenheimer Geschichte(n)) Die Ockenheimer Burg. (In: Landkreis Mainz-Bingen: Heimat-Jahrbuch 59 (2015). Seite 131-134. (nicht open access)) Die Burg in Ockenheim (regionalgeschichte.net) Das Foto zeigt mich 2001 auf dem frisch gerodeten Weinberg, in…

  • Güterverzeichnis Kloster Rupertsberg bis 1300

    Meine Abschlussarbeit behandelt die Güter und das Netzwerk von Kloster Rupertsberg bis 1300. Dafür habe ich allerdings nur die gedruckten Urkunden ausgewertet, sonst wäre es eine Dissertation geworden und wahrscheinlich hätte der Umfang auch diese Vorgaben überschritten. Viele Informationen konnte ich deshalb nicht in der Studie unterbringen. Damit meine umfangreiche Datensammlung für andere Regionalhistoriker*innen nutzbar ist, ergänzte ich die Studie um einen sehr langen Anhang, den ihr hier zum Downloaden findet. Zur Übersichtlichkeit gibt es hier alle Güter meiner Sammlung, aber ohne Fußnoten. Den kompletten Anhang könnt ihr aber hier mit allen Fußnoten downloaden (pdf-Datei, 332 KB). Hinweis: Ein Großteil der Güter, die zwischen ca. 1150 und 1200 an das…

  • #ArchivDingsTag des Stadtarchivs Bingen

    Schon seit einem Jahr veröffentlichte ich (fast) jeden Dienstag auf Facebook etwas aus dem Archiv. Unter dem Hashtag #ArchivDingsTag (eine Mischung aus Archivdings und Dienstag) findet man nun eine ganze Menge an kleinen Geschichten und Erinnerungen zur Binger Geschichte. Für alle, die nicht auf Facebook sind, gibt es die Posts seit Ende Juni auch auf der Homepage von Bingen. Im Herbst werden hier außerdem die älteren Posts ergänzt, sodass jede*r die Archivdings sehen kann – egal, ob man bei Facebook angemeldet ist oder nicht. ➡️ #ArchivDingsTag auf Facebook ➡️ #ArchivDingsTag auf bingen.de

  • Das Marienwunder vom Rupertsberg

    Ob sich alles so zugetragen hat, wie es Trithemius fast zweihundert Jahre später niedergeschrieben hatte, ist zu bezweifeln. Historiker*innen vermuten, dass Trithemius aus zwei Elementen eine Legende schuf: Einerseits die Belagerung 1301 und auf der anderen Seite eine päpstliche Urkunde von 1342, die ein Blutwunder am Rupertsberg dokumentiert. Der Rest ist eine hollywoodreife Legende. ➡️ Weiterlesen auf Archivalien erzählen Geschichte(n) (Mai 2021)

  • Doctor Who in der Vergangenheit

    Doctor reist mit der T.A.R.D.I.S. durch Zeit und Raum. Zwar reiste sie*er häufiger in Paralleluniversen und die Zukunft denn in die Vergangenheit. Nämlich 39 Mal in den New Who, den seit 2005 produzierten Staffeln (Stand: S12E10). Dabei traf the Doctor in der Vergangenheit auf allerlei bekannte Personen oder Ereignisse der vor allem englischen Geschichte. Stark neuzeit-lastig sind die Besuche, denn über die Hälfte seiner Zeitreisen in die Vergangenheit gingen in die Zeit nach 1850 zurück. Und nur ganze dreimal reiste sie*er in die Antike und das Mittelalter (= bis ca. 1500): Zur Zerstörung von Pompeji mit (79 v. Chr., S04E02), den Wikingern (irgendwann zwischen 800 und 1100; S09E05) und –…

  • Neues zum Ockenheimer Roth

    Dass Nikolaus Kirsch-Puricelli hinter “Ockenheimer Rod” (ein ovales Gebiet im Nordosten des Ingelheimer Wald) einen Lesefehler (Ockenheim => Otterberg) vermutete[1]Vgl. Erckmann, Gottfried: Der Binger Wald. Bingen: Pennrich 1930. S.44. Pfalz-Simmern setzte sich aus Ockenheimer Rod, Wäldchen „auf Reipoltskirch“, Erbacher Wald und Spitalkopf zusammen führte ich schon vor ein paar Monaten aus. Doch kein Lesefehler? Warum ich einen Lesefehler für unwahrscheinlich halte, möchte ich im Folgenden ausführen: Im 13. oder 14. Jahrhundert ging Ingelheimer Grund als Reichsschultheißerei zum Reichsamt Oppenheim, das ab dem 12. Februar 1375 an den pfälzischen Kurfürsten verpfändet wurde und ihm 1407 zugesprochen wurde.[2]Vgl. Fabricius, Wilhelm: Geschichtlicher Atlas der Rheinprovinz. Band 6. S. 244-245. Ab 1441 war es kurfürstlich pfälzisches Privateigentum auf pfalzsimmerschem…

  • Das Ockenheimer Roth im Binger Wald

    Ein Distrikt des Binger Waldes nennt sich Ockenheimer Rod/Roth. Gottfried Erckmann beschreibt den Bereich in seinem 1930 erschienen Buch über den Binger Wald auf mehreren Seiten. [1]Vgl. Erckmann, Gottfried: Der Binger Wald. Bingen: Pennrich 1930. S.44-53, 60. URL: http://www.dilibri.de/rlb/content/pageview/979651 (Letzter Zugriff: 02.02.15). So auf Seite 44: »Das Ockenheimer Rod schneidet aus dem Ingelheimer Wald die Nordostecke heraus. Es gehörte ehemals, ebenso wie der Dichtelbacher Wald, wie auch aus der Fabricius’schen Karte III – “Die Herrschaften des unteren Nahegebietes um das Jahr 1430” – zu ersehen ist, politisch zum Pfalz-Simmerischen Territorium (seit der Teilung der pfälzischen Lande unter die Söhne König Ruprechts im Jahre 1410), und es setzt sich aus vier Abteilungen…

  • “Ascendit in mare bestia” – Kaiser Friedrich II. und Papst Gregor IX.

    Diese Hausarbeit habe ich im Sommersemester 2011 im Proseminar “Kaiser und Papst” bei Dr. Regina Schäfer (Geschichte, Uni Mainz) verfasst. Einleitung Kaum eine Persönlichkeit des Mittelalters wurde in so unterschiedlicher Weise charakterisiert wie Kaiser Friedrich II. von Hohenstaufen. Er stelle auf Grund seiner ausgeprägten vielfältigen Interessen für seine Zeitgenossen eine außergewöhnliche Persönlichkeit dar, weshalb die divergierenden Charakterisierungen zustande kamen. War er für seine Bewunderer stupor mundi, betrachteten ihn seine Gegner, im Besonderen die Päpste seiner Herrschaftszeit, als häretischen Herrscher, der ihre Macht behindern wollte. Die Gegnerschaft der Päpste lag zum einen am universellen Herrschaftsanspruch der Staufer, aber im Besonderen in der vom Papst empfundene „Einkreisung“ des Kirchenstaates nach der Vereinigung…

  • Zwischen Himmel und Erde

    Bereits während meines Studiums war ich Teil des Projektteams des Fachbereichs Geschichte anlässlich der Ernennung der Stadt Mainz zur Stadt der Wissenschaft im Jahr 2011. Dabei habe ich selbstständig die Geschichte des Mainzer Armklarissenklosters, das sich mitten in der heutigen Innenstadt (nahe der Römerpassage) befand, anhand von Archiven und Quellen aufgearbeitet. Dazu gab es eine Auftaktveranstaltung mit Vorträgen, und auch unsere Publikation wurde verbreitet. ➡️ Hier geht’s zu meinem Artikel über das Mainzer Armklarissenkloster (heute steht dort die Römerpassage)