• Vom Kaiserreich zur Kommerzialisierung: Deutschland und der moderne Fußball

    „Moderner Fußball“ ist ein Schlagwort. Ein Schlagwort, das in Zeiten von wankendem 50+1, zunehmender Kommerzialisierung, zerstückelter Spieltage etc. vorwiegend negativ konnotiert ist. Aber war der Fußball vorher alt? Antik? Natürlich mitnichten. Etymologisch betrachtet, bedeutet modern nichts anderes als „modisch/nach heutiger Mode“. Synonyme sind Adjektive wie aktuell, neu(artig), zeitgemäß und meinen damit auch fortschrittlich und etwas, das gerade eben („modo“) beliebt geworden ist. Ähnlich definiert es auch der Duden. So gesehen geht es bei der Frage nach modernem Fußball um die Phase, in der Fußball bei der Masse der Bevölkerung und nicht nur ein paar Nerds beliebt und in der die ursprüngliche Form weiterentwickelt wurde. Es soll hier nur um den Beginn des…

  • Vom Gentlemen- zum Arbeitersport: England und der moderne Fußball

    „Moderner Fußball“ ist ein Schlagwort. Ein Schlagwort, das in Zeiten von wankendem 50+1, zunehmender Kommerzialisierung, zerstückelter Spieltage etc. vorwiegend negativ konnotiert ist. Aber war der Fußball vorher alt? Antik? Natürlich mitnichten. Etymologisch betrachtet, bedeutet modern nichts anderes als „modisch/nach heutiger Mode“. Synonyme sind Adjektive wie aktuell, neu(artig), zeitgemäß und meinen damit auch fortschrittlich und etwas, das gerade eben („modo“) beliebt geworden ist. Ähnlich definiert es auch der Duden. So gesehen geht es bei der Frage nach modernem Fußball um die Phase, in der Fußball bei der Masse der Bevölkerung und nicht nur ein paar Nerds beliebt und in der die ursprüngliche Form weiterentwickelt wurde. Es soll hier nur um den Beginn des…

  • Das Musikwesen in England 1760-1840

    Diese Hausarbeit habe ich im Sommersemester 2011 im Seminar “Fairest Isle, alle isles excelling – englische Kultur, Gesellschaft und Lebenswelten 1760-1840” bei Prof. Dr. Josef Johannes Schmid (Geschichte, Uni Mainz) verfasst. Einleitung Das pulsierende Londoner Konzertleben um 1800 übertraf selbst jenes von Paris und Wien. In den vielen Theatern und im Sommer zusätzlich in den pleasure gardens – besonders Vauxhall und Ranelagh – wurden Opern und andere musikalische Unterhaltungen regelmäßig und an mehreren Tagen in der Woche gegeben, in der Fastenzeit darüber hinaus Oratorien. Musikliebhaber konnten zwischen konkurrierenden Konzertreihen, italienischer Oper, kunstvoller Musik in Theaterstücken, Maskenspielen und Pantomime wählen.[1]Vgl. Zum blühenden Londoner Konzertleben vor allem: 1) Philip, Robert: London. In:…

  • Adoption und Eheschließungen als Machtfaktor im Prinzipat am Beispiel von Agrippina der Jüngeren und Nero

    Diese Hausarbeit habe ich im Sommersemester 2011 im Seminar “Nero und das Ende der iulisch-claudischen Dynastie” bei Dr. Andreas Goltz (Geschichte, Uni Mainz) verfasst. Einleitung Agrippina die Jüngere[1]Agrippina die Jüngere wird im Folgenden nur mit ihrem praenomen genannt. Ihre Mutter, Agrippina die Ältere, wird dagegen immer mit dem Ephilet „die Ältere“ genannt. galt lange Zeit bis in das 20. Jahrhundert als skrupellose, machtbesessene Frau, die Morde beging, um sich und ihren Sohn Lucius Domitius Ahenobarbus, den späteren Kaiser Nero[2]Nero wird im Folgenden nur mit diesem Namensbestandteil genannt, wenngleich er bis zu seiner Adoption „Lucius Domitius Ahenobarbus“ hieß und durch die Adoption mit vollem Namen „Nero Claudius … Continue reading, in den…

  • “Ascendit in mare bestia” – Kaiser Friedrich II. und Papst Gregor IX.

    Diese Hausarbeit habe ich im Sommersemester 2011 im Proseminar “Kaiser und Papst” bei Dr. Regina Schäfer (Geschichte, Uni Mainz) verfasst. Einleitung Kaum eine Persönlichkeit des Mittelalters wurde in so unterschiedlicher Weise charakterisiert wie Kaiser Friedrich II. von Hohenstaufen. Er stelle auf Grund seiner ausgeprägten vielfältigen Interessen für seine Zeitgenossen eine außergewöhnliche Persönlichkeit dar, weshalb die divergierenden Charakterisierungen zustande kamen. War er für seine Bewunderer stupor mundi, betrachteten ihn seine Gegner, im Besonderen die Päpste seiner Herrschaftszeit, als häretischen Herrscher, der ihre Macht behindern wollte. Die Gegnerschaft der Päpste lag zum einen am universellen Herrschaftsanspruch der Staufer, aber im Besonderen in der vom Papst empfundene „Einkreisung“ des Kirchenstaates nach der Vereinigung…

  • Die Religion in den Testamenten der brandenburgisch-preußischen Herrscher und ihre Auswirkungen

    Diese Hausarbeit habe ich im Semester 2007/08 im Proseminar “Der Aufstieg Brandenburg-Preußens” bei apl. Prof. Dr. Bettina Braun (Geschichte, Uni Mainz) verfasst. Einleitung Seit dem 16. Jahrhundert verfassten Landesherren neben ihren persönlichen, privaten Testamenten auch so genannte politische Testamente. Diese waren an den Nachfolger des jeweiligen Landesherrn gerichtet und unterrichteten ihn über die innenpolitische und außenpolitische Lage des Landes sowie über Besonderheiten und Wünsche des Landesherrn. In dieser Arbeit dienen die politischen Testamente des 17. und 18. Jahrhunderts der branden-burgisch-preußischen Kurfürsten bzw. Könige Friedrich Wilhelm, Friedrich III./I., Friedrich Wilhelm I. und Friedrich II. als Quellengrundlage. Das Kurfürstentum Brandenburg-Preußen wurde 1618 gegründet, entstand aus dem Kurfürstentum Brandenburg und dem Herzogtum Preußen…

  • Das deutsche Eisenbahnwesen bis 1949 mit Schwerpunkt auf Mainz

    Diese Hausarbeit habe ich im Semester 2007 im Proseminar “Technisierung des Alltags im 19. und 20. Jahrhunderts” bei Dr. Thomas Schneider (Kulturanthropologie, Uni Mainz) verfasst. Einleitung In der heutigen Zeit verbindet man mit der Eisenbahn wenig Gutes. Die von der Bahn wesentlich beeinflusste Industrialisierung und große Beweglichkeit der Menschen brachte sie in den letzten 10 Jahren in eine wirtschaftliche Schieflage. Durch die zunehmende Motorisierung und die Fluglinien ist sie in einer Position, in der sie sich neu orientieren muss. Europäische Strecken sind mit Billigfliegern preiswerter und schneller zu erreichen als mit der Bahn. Durch den Ausbau von Schnellstrecken und dem ICE werden Cityverbindungen attraktiver gestaltet, während die Nahstrecken ausgedünnt werden…

  • Die Reformkleidung der Frauen

    Diese Hausarbeit habe ich im Sommersemester 2006 im Proseminar “Lebensreform um 1900” bei Dr. Christina Niem (Kulturanthropologie, Uni Mainz) verfasst. Einleitung Die Epoche der „Lebensreform“ um 1900 war ein relativ kurzlebiges Zeitfenster auf dem Weg zu unserer heutigen modernen Gesellschaft. Sie begann Ende des 19. Jahrhunderts und dauerte bis ca. 1914 als die Auswirkungen des 1. Weltkrieges dem Leben seinen ureigenen Stempel aufdrückten. Der Höhepunkt war ca. von 1900 bis 1905. Die Lebensreformer folgten anthroposophischen Lebensweisen. Unter dem Leitsatz: „Zurück zur Natur“ entstand eine Gegenbewegung zur Verstädterung und der Industrialisierung. Propagierte Lebensweisen waren: eine vollwertige Ernährung, die ökologische Landwirtschaft, der Vegetarismus, natürliche Heilverfahren/Naturheilkunde, Nudismus/ FKK, Sexualreform, Siedlungsprojekte wie die Gartenstädte…

  • Juden in der Burschenschaft im 19. Jahrhundert

    Diese Hausarbeit habe ich im Wintersemester 2005/06 im Seminar “Urburschenschaftlicher und nationaler Gedanke im 19. und 20. Jahrhundert” bei Dr. Helma Brunck (Geschichte, Uni Mainz) verfasst. Einleitung Juden repräsentieren 2006 in Deutschland einen Bevölkerungsanteil von 100.000 bei 80 Mio. Bis 1938 waren es 600.000 in Deutschland bei 60 Mio. Und 200.000 in Österreich. Diskriminiert wurden Juden in allen Zeitepochen, auch wenn es immer wieder auch friedlich Zeiten hab. Viele Berufe waren ihnen verwehrt, wie z. B. der “ehrbare” Handwerksberuf. So ist es nicht verwunderlich, dass so viele Juden als Händler den Lebensunterhalt verdienten oder mit Geldgeschäften. Dieser Umgang mit Gold im Allgemeinen schürte den Neid der nicht jüdischen Bevölkerung. Eine militärische…

  • Das Hebammenwesen in Mainz um 1900

    Diese Hausarbeit habe ich im Sommersemester 2005 in der Übung “Archivalische Übung II” bei Dr. Thomas Schneider (Kulturanthropologie, Uni Mainz) verfasst. Einleitung Die Geburt eines Kindes ist jedes Mal ein großes Ereignis im Leben eines jeden Menschen. Meist sind bei der Geburt nicht nur Ärzte anwesend, sondern auch die Hebamme der Gebärenden. Heute sind die Aufgaben einer Hebamme ein Beruf der dem des Geburtshelfer sehr ähnlich ist. Doch das war früher freilich nicht so. Im späten Mittelalter und der frühen Neuzeit wurden nicht selten jene Frauen als Hexe denunziert, welche Hebammen waren. Der Kirche war es nicht geheuer, dass sie über ein größeres Wissen in der Naturheilkunde verfügten als sie. Zudem entschieden…