Alle Artikel mit dem Schlagwort: Kulturgeschichte

Ockenheimer Winzerfamilien am Ende des 19. Jahrhunderts

Dieser Blogartikel enthält einen Einträge in Publikationen zu Winzer- und Weinhandelsfamilien in Ockenheim am Ende des 19. Jahrhunderts.   Quelle: Wirth, J. G. A.: Die Weinorte der Rheinlande. Nach officiellen Mittheilungen dargestellt zum Nutzen der Wein-Cultur und des Rheinischen Weinhandels. Mainz 1866. S. 87-88. „Ockenheim, Rheinhessen, Kreis Bingen, 1076 Einwohner. Nächste Eisenbahn-Station: Gau-Algesheim, Entfernung Âľ Stunde. 660 Morgen Weinberge ergeben circa 264 StĂĽck Wein. Traubensorten: Ruländer, …

Ockenheimer Winzerfest

„Ein Winzerfest, das ist nichts Bingen-typisches, sondern war ursprĂĽnglich ein Abschlussfest eines jeden Weinguts nach der jährlichen Weinlese. Am letzten Tag schmĂĽckte man den oder die Wagen und fuhr durch die Gemeinde oder Stadt, um abschlieĂźend im Weingut auf Einladung der Winzerfamilie den Ernteabschluss zu feiern.“ So schreibe ich zum Binger Winzerfest auf bingen.de – und das trifft auch auf Ockenheim zu. Allerdings gibt es …

Ockenheim, Okegem und Ockeghem, Teil 3

Nach etwas Pause habe ich mich wieder mit Ockenheim, Okegem und Ockeghem beschäftigt. Auf der Homepage des Heemkring Okegem wird als mögliche etymologischer Ursprung von Okegem oder „Oggenem“, wie Ockenheim im heimischen Dialekt ausgesprochen wird, der frĂĽhmittelalterliche, friesländische Schlachtenheld „Hocke“ genannt. Darauf wurde schon eingegangen. Ich nahm per E-Mail mit dem Vorsitzenden des Vereins, Herman van Isterdael, auf, der mir binnen drei Stunden eine herzliche Antwort schrieb. Viel könne …

Neues von Ockeghem, Okegem und Ockenheim …

Vor wenigen Wochen habe ich hier ĂĽber meine Ăśberlegungen dargestellt, wieso der flämische Komponist Jean Ockeghem in der Literatur auch mit dem Nachnamen „Ockenheim“ genannt wird. Am unteren Ende des Artikels habe ich noch einige Ergänzungen vorgenommen, u.a., dass ich das Archiv  von Ninove angeschrieben habe. Heute bekam ich Antwort aus Belgien mit einem Zitat, offenbar ĂĽbernommen von der Seite der Heimatvereins (?, „heemkring“) von …

Johannes Ockenheim alias Jean Ockeghem

Im hohen Mittelalter entstanden die Nachnamen infolge des steigenden Selbst-Bewusstseins des städtischen BĂĽrgertums. Auch das Bevölkerungswachstum und die damit verbundene häufige Namensgleichheit soll zu der Entstehung und Etablierung beigetragen haben. Jedenfalls orientierten sich die „Beinamen“ an der Herkunft (speziell bei Adeligen/Ministerialen), dem Beruf (städtisches BĂĽrgertum) oder waren anderweitige Ăśberbegriffe („Krumm“, „Winter“, „Fuchs“, …). Auch aus den Rufnamen des Vaters entstanden sie (Jakobssohn -> Jacobsen -> Jacobs …

Das Musikwesen in England 1760-1840

Diese Hausarbeit habe ich im Sommersemester 2011 im Seminar „Fairest Isle, alle isles excelling – englische Kultur, Gesellschaft und Lebenswelten 1760-1840“ bei Prof. Dr. Josef Johannes Schmid (Geschichte, Uni Mainz) verfasst. Einleitung Das pulsierende Londoner Konzertleben um 1800 ĂĽbertraf selbst jenes von Paris und Wien. In den vielen Theatern und im Sommer zusätzlich in den pleasure gardens – besonders Vauxhall und Ranelagh – wurden Opern …