• Ockenheimer Winzerfamilien am Ende des 19. Jahrhunderts

    Dieser Blogartikel enthält einen Einträge in Publikationen zu Winzer- und Weinhandelsfamilien in Ockenheim am Ende des 19. Jahrhunderts.   Quelle: Wirth, J. G. A.: Die Weinorte der Rheinlande. Nach officiellen Mittheilungen dargestellt zum Nutzen der Wein-Cultur und des Rheinischen Weinhandels. Mainz 1866. S. 87-88. „Ockenheim, Rheinhessen, Kreis Bingen, 1076 Einwohner. Nächste Eisenbahn-Station: Gau-Algesheim, Entfernung ¾ Stunde. 660 Morgen Weinberge ergeben circa 264 Stück Wein. Traubensorten: Ruländer, Riesling, Oestreicher oder Franken und Kleinberger. Weinnamen und Ertrag der Weinberge: Ruland, Riesling und weisser Wein; Ruland circa 90 Stück, Riesling 56, Oestreicher 72 und Kleinberger 46 Stück. Hauptproducenten: Bürgermeister, Beigeordneter Kaspar Weingärtner, Philipp Korn, Joh. Bierschenk I, Joh. Bierschenk II., Karl Jos. Bierschenk, Sebastian…

  • Ockenheimer Winzerfest

    „Ein Winzerfest, das ist nichts Bingen-typisches, sondern war ursprünglich ein Abschlussfest eines jeden Weinguts nach der jährlichen Weinlese. Am letzten Tag schmückte man den oder die Wagen und fuhr durch die Gemeinde oder Stadt, um abschließend im Weingut auf Einladung der Winzerfamilie den Ernteabschluss zu feiern.“ So schreibe ich zum Binger Winzerfest auf bingen.de – und das trifft auch auf Ockenheim zu. Allerdings gibt es in Ockenheim erst am 1948 einen kommerzielleres Winzerfest – 20 Jahren nach Bingen und anderen Städten am Rhein. Dafür dann aber gleich richtig mit Kommers, Umzug und der Weinkönigin als repräsentativem Amt.   1948 Die Weinlese war noch in vollem Gange, da fand am Wochenende…

  • Ockenheim, Okegem und Ockeghem, Teil 3

    Nach etwas Pause habe ich mich wieder mit Ockenheim, Okegem und Ockeghem beschäftigt. Auf der Homepage des Heemkring Okegem wird als mögliche etymologischer Ursprung von Okegem oder „Oggenem“, wie Ockenheim im heimischen Dialekt ausgesprochen wird, der frühmittelalterliche, friesländische Schlachtenheld „Hocke“ genannt. Darauf wurde schon eingegangen. Ich nahm per E-Mail mit dem Vorsitzenden des Vereins, Herman van Isterdael, auf, der mir binnen drei Stunden eine herzliche Antwort schrieb. Viel könne er mir nicht helfen, wünsche mir aber viel Erfolg für die Zukunft. Über den Herkunft des Ortsnamens wisse er nicht mehr als in dem Beitrag geschrieben. „De familienaam „Van Ockenghem“ kwam onder andere voor te Dendermonde. Er is ooit een studie verschenen om Dendermonde als…

  • Neues von Ockeghem, Okegem und Ockenheim …

    Vor wenigen Wochen habe ich hier über meine Überlegungen dargestellt, wieso der flämische Komponist Jean Ockeghem in der Literatur auch mit dem Nachnamen „Ockenheim“ genannt wird. Am unteren Ende des Artikels habe ich noch einige Ergänzungen vorgenommen, u.a., dass ich das Archiv  von Ninove angeschrieben habe. Heute bekam ich Antwort aus Belgien mit einem Zitat, offenbar übernommen von der Seite der Heimatvereins (?, „heemkring“) von Okegem: Als 13. Punkt verfasste Herman van Isterdael eine Übersicht über die Herkunft des Ortsnamens, genanntes Zitat in der Mail. Der Text behandelt die verschiedenen Schreibweise des belgischen Ortes Okegem, heute Stadtteil von Ninove, in früheren Jahrhunderten. Allzu leicht erkennt man die lautmalerische Nähe zu…

  • Johannes Ockenheim alias Jean Ockeghem

    Im hohen Mittelalter entstanden die Nachnamen infolge des steigenden Selbst-Bewusstseins des städtischen Bürgertums. Auch das Bevölkerungswachstum und die damit verbundene häufige Namensgleichheit soll zu der Entstehung und Etablierung beigetragen haben. Jedenfalls orientierten sich die „Beinamen“ an der Herkunft (speziell bei Adeligen/Ministerialen), dem Beruf (städtisches Bürgertum) oder waren anderweitige Überbegriffe („Krumm“, „Winter“, „Fuchs“, …). Auch aus den Rufnamen des Vaters entstanden sie (Jakobssohn -> Jacobsen -> Jacobs -> Jacob). Bei der Heirat nahm Frauen meist den „Beinamen“ des Mannes an. „Ockenheim“ als Beiname So trugen auch die Herren von Ockenheim der Ockenheimer Burg nach ihrem Vornamen den Zusatz „von Ockenheim“. Über die wirtschaftliche und kulturelle Beziehungen der Ministeriale des Mainzer Erzbischofs geben…

  • Das Musikwesen in England 1760-1840

    Diese Hausarbeit habe ich im Sommersemester 2011 im Seminar „Fairest Isle, alle isles excelling – englische Kultur, Gesellschaft und Lebenswelten 1760-1840“ bei Prof. Dr. Josef Johannes Schmid (Geschichte, Uni Mainz) verfasst. Einleitung Das pulsierende Londoner Konzertleben um 1800 übertraf selbst jenes von Paris und Wien. In den vielen Theatern und im Sommer zusätzlich in den pleasure gardens – besonders Vauxhall und Ranelagh – wurden Opern und andere musikalische Unterhaltungen regelmäßig und an mehreren Tagen in der Woche gegeben, in der Fastenzeit darüber hinaus Oratorien. Musikliebhaber konnten zwischen konkurrierenden Konzertreihen, italienischer Oper, kunstvoller Musik in Theaterstücken, Maskenspielen und Pantomime wählen.[1]Vgl. Zum blühenden Londoner Konzertleben vor allem: 1) Philip, Robert: London. In:…