• Doctor Who in der Vergangenheit

    Doctor reist mit der T.A.R.D.I.S. durch Zeit und Raum. Zwar reiste sie*er häufiger in Paralleluniversen und die Zukunft denn in die Vergangenheit. Nämlich 41 Mal in den New Who, den seit 2005 produzierten Staffeln (Stand: S13E04). Dabei traf the Doctor in der Vergangenheit auf allerlei bekannte Personen oder Ereignisse der vor allem englischen Geschichte. Stark neuzeit-lastig sind die Besuche, denn über die Hälfte der Zeitreisen in die Vergangenheit gingen in die Zeit zwischen 1850 und der Gegenwart. Und nur ganze dreimal reiste sie*er in die Antike und das Mittelalter (= bis ca. 1500): Zur Zerstörung von Pompeji mit (79 v. Chr., S04E02), den Wikingern (irgendwann zwischen 800 und 1100; S09E05)…

  • Das Ockenheimer Roth im Binger Wald

    Ein Distrikt des Binger Waldes nennt sich Ockenheimer Rod/Roth. Gottfried Erckmann beschreibt den Bereich in seinem 1930 erschienen Buch über den Binger Wald auf mehreren Seiten. [1]Vgl. Erckmann, Gottfried: Der Binger Wald. Bingen: Pennrich 1930. S.44-53, 60. URL: http://www.dilibri.de/rlb/content/pageview/979651 (Letzter Zugriff: 02.02.15). So auf Seite 44: »Das Ockenheimer Rod schneidet aus dem Ingelheimer Wald die Nordostecke heraus. Es gehörte ehemals, ebenso wie der Dichtelbacher Wald, wie auch aus der Fabricius’schen Karte III – „Die Herrschaften des unteren Nahegebietes um das Jahr 1430“ – zu ersehen ist, politisch zum Pfalz-Simmerischen Territorium (seit der Teilung der pfälzischen Lande unter die Söhne König Ruprechts im Jahre 1410), und es setzt sich aus vier Abteilungen…

  • Ockenheim, Okegem und Ockeghem, Teil 3

    Nach etwas Pause habe ich mich wieder mit Ockenheim, Okegem und Ockeghem beschäftigt. Auf der Homepage des Heemkring Okegem wird als mögliche etymologischer Ursprung von Okegem oder „Oggenem“, wie Ockenheim im heimischen Dialekt ausgesprochen wird, der frühmittelalterliche, friesländische Schlachtenheld „Hocke“ genannt. Darauf wurde schon eingegangen. Ich nahm per E-Mail mit dem Vorsitzenden des Vereins, Herman van Isterdael, auf, der mir binnen drei Stunden eine herzliche Antwort schrieb. Viel könne er mir nicht helfen, wünsche mir aber viel Erfolg für die Zukunft. Über den Herkunft des Ortsnamens wisse er nicht mehr als in dem Beitrag geschrieben. „De familienaam „Van Ockenghem“ kwam onder andere voor te Dendermonde. Er is ooit een studie verschenen om Dendermonde als…

  • Neues von Ockeghem, Okegem und Ockenheim …

    Vor wenigen Wochen habe ich hier über meine Überlegungen dargestellt, wieso der flämische Komponist Jean Ockeghem in der Literatur auch mit dem Nachnamen „Ockenheim“ genannt wird. Am unteren Ende des Artikels habe ich noch einige Ergänzungen vorgenommen, u.a., dass ich das Archiv  von Ninove angeschrieben habe. Heute bekam ich Antwort aus Belgien mit einem Zitat, offenbar übernommen von der Seite der Heimatvereins (?, „heemkring“) von Okegem: Als 13. Punkt verfasste Herman van Isterdael eine Übersicht über die Herkunft des Ortsnamens, genanntes Zitat in der Mail. Der Text behandelt die verschiedenen Schreibweise des belgischen Ortes Okegem, heute Stadtteil von Ninove, in früheren Jahrhunderten. Allzu leicht erkennt man die lautmalerische Nähe zu…

  • Johannes Ockenheim alias Jean Ockeghem

    Im hohen Mittelalter entstanden die Nachnamen infolge des steigenden Selbst-Bewusstseins des städtischen Bürgertums. Auch das Bevölkerungswachstum und die damit verbundene häufige Namensgleichheit soll zu der Entstehung und Etablierung beigetragen haben. Jedenfalls orientierten sich die „Beinamen“ an der Herkunft (speziell bei Adeligen/Ministerialen), dem Beruf (städtisches Bürgertum) oder waren anderweitige Überbegriffe („Krumm“, „Winter“, „Fuchs“, …). Auch aus den Rufnamen des Vaters entstanden sie (Jakobssohn -> Jacobsen -> Jacobs -> Jacob). Bei der Heirat nahm Frauen meist den „Beinamen“ des Mannes an. „Ockenheim“ als Beiname So trugen auch die Herren von Ockenheim der Ockenheimer Burg nach ihrem Vornamen den Zusatz „von Ockenheim“. Über die wirtschaftliche und kulturelle Beziehungen der Ministeriale des Mainzer Erzbischofs geben…

  • Die Religion in den Testamenten der brandenburgisch-preußischen Herrscher und ihre Auswirkungen

    Diese Hausarbeit habe ich im Semester 2007/08 im Proseminar „Der Aufstieg Brandenburg-Preußens“ bei apl. Prof. Dr. Bettina Braun (Geschichte, Uni Mainz) verfasst. Einleitung Seit dem 16. Jahrhundert verfassten Landesherren neben ihren persönlichen, privaten Testamenten auch so genannte politische Testamente. Diese waren an den Nachfolger des jeweiligen Landesherrn gerichtet und unterrichteten ihn über die innenpolitische und außenpolitische Lage des Landes sowie über Besonderheiten und Wünsche des Landesherrn. In dieser Arbeit dienen die politischen Testamente des 17. und 18. Jahrhunderts der branden-burgisch-preußischen Kurfürsten bzw. Könige Friedrich Wilhelm, Friedrich III./I., Friedrich Wilhelm I. und Friedrich II. als Quellengrundlage. Das Kurfürstentum Brandenburg-Preußen wurde 1618 gegründet, entstand aus dem Kurfürstentum Brandenburg und dem Herzogtum Preußen…

  • Rebellion gegen die Geistlichkeit – Anne Hutchinson und die antinomische Krise

    Diese Hausarbeit habe ich im Wintersemester 2002/03 im Seminar „Puritanismus im kolonialen Nordamerika“ bei Prof. Dr. Helmut Schmahl (Geschichte, Uni Mainz) verfasst. Es ist meine allererste Hausarbeit, die ich verfasst habe. Nachträglich habe ich den Text gegendert und den Begriff Native Americans ergänzt. Einleitung 1531 hatte sich Heinrich VIII. von der römischen Kirche gelöst und die englische Staatskirche gegründet. Im Gegensatz zu den anderen protestantischen Konfessionen geschah diese Abspaltung primär nicht aus Gründen von Glaubensfragen wie bei den Reformatoren. Entscheidender Anlass war die Weigerung des Papstes, die Ehe von Heinrich VIII. mit der Spanierin Katharina von Aragon aufzulösen, damit dieser mit der Hofdame Anna Boleyn eine neue römisch-katholisch legitimierte Ehe…