• Die Geschichte des Binger Winzerfests

    Corona verhindert, dass wir dieser Tage unser Binger Winzerfest feiern. Dabei gibt es das Winzerfest in seit seinem Revival in der Nachkriegszeit bereits seit 75 Jahren. Aber wie ist es entstanden? Und wann gab es erstmals das Winzerfest als touristisches Fest? Als Reminiszenz an das Jubiläum gibt es in der Bücherei³ eine Ausstellung über die Ursprünge und Entwicklung des Binger Weinfestes mit vielen Fotos und begleitenden Texten. Ergänzend gibt es die Geschichte des Binger Winzerfestes im Internet auf bingen.de auf 20 Unterseiten mit 21 aufklappbaren Bereichen sowie vielen alten Fotos und Zeitungsartikeln. Diese Dokumention ist ein Nachschlagewerk für alle, die es genau wissen wollen. Sie soll wachsen und mit weiteren…

  • Datenauswertung in practise

    Ich bin gerade mal wieder mit der Feldpost von Philipp Weinheimer beschäftigt. Mit einem Update zur abgeschlossenen Auswertung am Ende des Artikel. Ich habe nun die Hälfte der Feldpostdaten systematisch gesammelt – allerdings erst die des Eingangs. Ich nutze dafür, recht primitiv, Excel. Senkrecht links die Namen, die ich dann und dann alphabetisch sortiere und waagerecht die einzelnen Stationen. Letztere auch mehrfach genannt, wenn Weinheimer nach einem Urlaub dorthin zurückkehrte oder dort seinen Urlaub verbrachte. Die zweite Spalte ist formatiert und summiert alle in der Zeile genannten Zahlen. Zunächst trage ich Postkarten, Briefe und Päckchen in einzelne Zellen ein (siehe rechts im Bild), die ich nach Abschluss der Spalte dann…

  • „Ich schrieb verhältnismäßig viel.” – Eine erste Auswertung

    Wie schon angekündigt, habe ich mich mit der detaillierten Auflistung von erhaltener und versandter Post von Philipp Weinheimer beschäftigt. Er schrieb zwischen 1940 bis März 1945 insgesamt 1459 ((Philipp Weinheimer schrieb schon auf der ersten Seite des Postausgangs: „Ich schrieb verhältnismäßig viel. Zuerst im R.A.D. in Dahnen (Eifel)“, S. 70. Er schrieb durchschnittlich knapp eine Karte, Briefe oder ähnliches pro Tag, sofern man die Dauer der fehlenden Einträge und Urlaube in Ockenheim nicht mitzählt.)) an Karten und Briefen (auch wenigen Telegrammen) und erhielt 714 an Briefen, Karten, Päckchen, Telegrammen und auch Zeitungen ((Zwei von der NSDAP, eine nicht näher genannte von Fr. Bierschenk aus Ockenheim.)). Die geschriebene Post besteht vor…

  • “Aus dem Soldatenleben”

    Nachdem ich vor einigen Wochen bereits Erinnerungen von Philipp Weinheimer zu seiner dritten Verletzung 1944 veröffentlicht habe, folgen nun drei weitere Seiten über seine Zeit als Soldat zwischen 1940 und 1942, die er in einer Kladde veröffentlicht hat. In dieser Kladde “Kriegstagebuch” sammelte er während des 2. Weltkrieges diverse Erinnerungen, die teilweise in folgenden Blogbeiträgen veröffentlicht werden. Denn in der Kladde enthalten sind auf der ersten Seite seinen verschiedenen Feldpostnummern[1]Zunächst an zwei verschiedenen Stationen als “Arbeitsmann”, dann als “Fahrer” der Augusta-Kaserne in Koblenz-Pfaffendorf, als “Soldat” und schließlich wieder als … Continue reading Im folgenden schildert er knapp seinen Wechsel vom Reichsarbeitsdienst bis zur ersten Verwundung (1940-1942), die im Folgenden transkribiert wiedergegeben wird.…

  • 24. Juli 1944, St. Petersburg. Ein Brief von Philipp Weinheimer

    Edition eines undatierten Briefes von Philipp Weinheimer (1921-2006), der Ende des 2. Weltkrieges an der Front in St. Petersburg stationiert war. Im Brief blickte er auf den 24. Juli 1944 zurück, als ein russischer Angriff ihn schwer am Arm verwundete. Zuvor war er als Soldat bei der unsäglichen Leningradblockade beteiligt, aber bereits Mitte Januar mit einer schweren Armverletzung ausgeflogen worden. “24. Juli 1944 …….. Der Tag beginnt, ohne daß er sich von den vorherigen wesentlich unterschieden hätte. Nur die unheimliche Waffenruhe des Russen am Vortrage drückt auf die Stimmung. Was wird der Montag bringen? Wir hatten am Sonntag mit einem russischen Angriff gerechnet …. Ich hatte von 2-4 Uhr Posten…