• Die Ockenheimer Burg

    Die letzten Reste der Ockenheimer Burg wurden erst um 1900 abgetragen und dennoch wissen viele nicht, das sie existierte. Auch gibt es falsche Annahmen über den Standort der Burg. Begonnen hat mein Interesse bereits 2001. Ich schrieb meine Besondere Lernleistung in Geschichte über sie. Am Ende meines Studiums habe ich diverse Quellen und Literatur durchforstet und meine damalige Darstellung überarbeitet. Daraus ist so manche kurze Publikation entstanden. Die Ockenheimer Burg (In: Ockenheimer Geschichte(n)) Erwähnungen der Ockenheimer Burg (In: Ockenheimer Geschichte(n)) Die Ockenheimer Burg. (In: Landkreis Mainz-Bingen: Heimat-Jahrbuch 59 (2015). Seite 131-134. (nicht open access)) Die Burg in Ockenheim (regionalgeschichte.net) Das Foto zeigt mich 2001 auf dem frisch gerodeten Weinberg, in…

  • Neues zum Ockenheimer Roth

    Dass Nikolaus Kirsch-Puricelli hinter “Ockenheimer Rod” (ein ovales Gebiet im Nordosten des Ingelheimer Wald) einen Lesefehler (Ockenheim => Otterberg) vermutete[1]Vgl. Erckmann, Gottfried: Der Binger Wald. Bingen: Pennrich 1930. S.44. Pfalz-Simmern setzte sich aus Ockenheimer Rod, Wäldchen „auf Reipoltskirch“, Erbacher Wald und Spitalkopf zusammen führte ich schon vor ein paar Monaten aus. Doch kein Lesefehler? Warum ich einen Lesefehler für unwahrscheinlich halte, möchte ich im Folgenden ausführen: Im 13. oder 14. Jahrhundert ging Ingelheimer Grund als Reichsschultheißerei zum Reichsamt Oppenheim, das ab dem 12. Februar 1375 an den pfälzischen Kurfürsten verpfändet wurde und ihm 1407 zugesprochen wurde.[2]Vgl. Fabricius, Wilhelm: Geschichtlicher Atlas der Rheinprovinz. Band 6. S. 244-245. Ab 1441 war es kurfürstlich pfälzisches Privateigentum auf pfalzsimmerschem…

  • Das Ockenheimer Roth im Binger Wald

    Ein Distrikt des Binger Waldes nennt sich Ockenheimer Rod/Roth. Gottfried Erckmann beschreibt den Bereich in seinem 1930 erschienen Buch über den Binger Wald auf mehreren Seiten. [1]Vgl. Erckmann, Gottfried: Der Binger Wald. Bingen: Pennrich 1930. S.44-53, 60. URL: http://www.dilibri.de/rlb/content/pageview/979651 (Letzter Zugriff: 02.02.15). So auf Seite 44: »Das Ockenheimer Rod schneidet aus dem Ingelheimer Wald die Nordostecke heraus. Es gehörte ehemals, ebenso wie der Dichtelbacher Wald, wie auch aus der Fabricius’schen Karte III – “Die Herrschaften des unteren Nahegebietes um das Jahr 1430” – zu ersehen ist, politisch zum Pfalz-Simmerischen Territorium (seit der Teilung der pfälzischen Lande unter die Söhne König Ruprechts im Jahre 1410), und es setzt sich aus vier Abteilungen…

  • Ockenheim, Okegem und Ockeghem, Teil 3

    Nach etwas Pause habe ich mich wieder mit Ockenheim, Okegem und Ockeghem beschäftigt. Auf der Homepage des Heemkring Okegem wird als mögliche etymologischer Ursprung von Okegem oder „Oggenem“, wie Ockenheim im heimischen Dialekt ausgesprochen wird, der frühmittelalterliche, friesländische Schlachtenheld „Hocke“ genannt. Darauf wurde schon eingegangen. Ich nahm per E-Mail mit dem Vorsitzenden des Vereins, Herman van Isterdael, auf, der mir binnen drei Stunden eine herzliche Antwort schrieb. Viel könne er mir nicht helfen, wünsche mir aber viel Erfolg für die Zukunft. Über den Herkunft des Ortsnamens wisse er nicht mehr als in dem Beitrag geschrieben. „De familienaam “Van Ockenghem” kwam onder andere voor te Dendermonde. Er is ooit een studie verschenen om Dendermonde als…

  • Neues von Ockeghem, Okegem und Ockenheim …

    Vor wenigen Wochen habe ich hier über meine Überlegungen dargestellt, wieso der flämische Komponist Jean Ockeghem in der Literatur auch mit dem Nachnamen “Ockenheim” genannt wird. Am unteren Ende des Artikels habe ich noch einige Ergänzungen vorgenommen, u.a., dass ich das Archiv  von Ninove angeschrieben habe. Heute bekam ich Antwort aus Belgien mit einem Zitat, offenbar übernommen von der Seite der Heimatvereins (?, “heemkring”) von Okegem: Als 13. Punkt verfasste Herman van Isterdael eine Übersicht über die Herkunft des Ortsnamens, genanntes Zitat in der Mail. Der Text behandelt die verschiedenen Schreibweise des belgischen Ortes Okegem, heute Stadtteil von Ninove, in früheren Jahrhunderten. Allzu leicht erkennt man die lautmalerische Nähe zu…

  • Johannes Ockenheim alias Jean Ockeghem

    Im hohen Mittelalter entstanden die Nachnamen infolge des steigenden Selbst-Bewusstseins des städtischen Bürgertums. Auch das Bevölkerungswachstum und die damit verbundene häufige Namensgleichheit soll zu der Entstehung und Etablierung beigetragen haben. Jedenfalls orientierten sich die “Beinamen” an der Herkunft (speziell bei Adeligen/Ministerialen), dem Beruf (städtisches Bürgertum) oder waren anderweitige Überbegriffe (“Krumm”, “Winter”, “Fuchs”, …). Auch aus den Rufnamen des Vaters entstanden sie (Jakobssohn -> Jacobsen -> Jacobs -> Jacob). Bei der Heirat nahm Frauen meist den “Beinamen” des Mannes an. “Ockenheim” als Beiname So trugen auch die Herren von Ockenheim der Ockenheimer Burg nach ihrem Vornamen den Zusatz „von Ockenheim“. Über die wirtschaftliche und kulturelle Beziehungen der Ministeriale des Mainzer Erzbischofs geben…