• Die Ockenheimer Burg

    Die letzten Reste der Ockenheimer Burg wurden erst um 1900 abgetragen und dennoch wissen viele nicht, das sie existierte. Auch gibt es falsche Annahmen über den Standort der Burg. Begonnen hat mein Interesse bereits 2001. Ich schrieb meine Besondere Lernleistung in Geschichte über sie. Am Ende meines Studiums habe ich diverse Quellen und Literatur durchforstet und meine damalige Darstellung überarbeitet. Daraus ist so manche kurze Publikation entstanden. Die Ockenheimer Burg (In: Ockenheimer Geschichte(n)) Erwähnungen der Ockenheimer Burg (In: Ockenheimer Geschichte(n)) Die Ockenheimer Burg. (In: Landkreis Mainz-Bingen: Heimat-Jahrbuch 59 (2015). Seite 131-134. (nicht open access)) Die Burg in Ockenheim (regionalgeschichte.net) Das Foto zeigt mich 2001 auf dem frisch gerodeten Weinberg, in…

  • Weitere Publikationen über den MGV 1866 Ockenheim

    2016 wurde der MGV 1866 150 Jahre alt und ich seine Geschichte aufgearbeitet. Warum? Chroniken ist Festschriften sind oft sehr „heimathirschig“. Mir war es wichtig, die Vereinsgeschichte kritisch und wissenschaftlich aufzuarbeiten. Daraus sind zwei Publikationen entstanden, die jedoch nicht open access verfügbar sind. Nur frisch, nur frisch gesungen! 150 Jahre Chorgesang – Männergesangverein 1866 Ockenheim (In: Amtsblatt der Verbandsgemeinde Gau-Algesheim. Heimatbeilage 07/2016)150 Jahre MGV 1866 Ockenheim (1866-2016). Schlaglichter aus der 150-jährigen Vereinsgeschichte(Selbstverlag)

  • Neues zum Ockenheimer Roth

    Dass Nikolaus Kirsch-Puricelli hinter “Ockenheimer Rod” (ein ovales Gebiet im Nordosten des Ingelheimer Wald) einen Lesefehler (Ockenheim => Otterberg) vermutete[1]Vgl. Erckmann, Gottfried: Der Binger Wald. Bingen: Pennrich 1930. S.44. Pfalz-Simmern setzte sich aus Ockenheimer Rod, Wäldchen „auf Reipoltskirch“, Erbacher Wald und Spitalkopf zusammen führte ich schon vor ein paar Monaten aus. Doch kein Lesefehler? Warum ich einen Lesefehler für unwahrscheinlich halte, möchte ich im Folgenden ausführen: Im 13. oder 14. Jahrhundert ging Ingelheimer Grund als Reichsschultheißerei zum Reichsamt Oppenheim, das ab dem 12. Februar 1375 an den pfälzischen Kurfürsten verpfändet wurde und ihm 1407 zugesprochen wurde.[2]Vgl. Fabricius, Wilhelm: Geschichtlicher Atlas der Rheinprovinz. Band 6. S. 244-245. Ab 1441 war es kurfürstlich pfälzisches Privateigentum auf pfalzsimmerschem…

  • Das Ockenheimer Roth im Binger Wald

    Ein Distrikt des Binger Waldes nennt sich Ockenheimer Rod/Roth. Gottfried Erckmann beschreibt den Bereich in seinem 1930 erschienen Buch über den Binger Wald auf mehreren Seiten. [1]Vgl. Erckmann, Gottfried: Der Binger Wald. Bingen: Pennrich 1930. S.44-53, 60. URL: http://www.dilibri.de/rlb/content/pageview/979651 (Letzter Zugriff: 02.02.15). So auf Seite 44: »Das Ockenheimer Rod schneidet aus dem Ingelheimer Wald die Nordostecke heraus. Es gehörte ehemals, ebenso wie der Dichtelbacher Wald, wie auch aus der Fabricius’schen Karte III – “Die Herrschaften des unteren Nahegebietes um das Jahr 1430” – zu ersehen ist, politisch zum Pfalz-Simmerischen Territorium (seit der Teilung der pfälzischen Lande unter die Söhne König Ruprechts im Jahre 1410), und es setzt sich aus vier Abteilungen…

  • Ockenheim, Okegem und Ockeghem, Teil 3

    Nach etwas Pause habe ich mich wieder mit Ockenheim, Okegem und Ockeghem beschäftigt. Auf der Homepage des Heemkring Okegem wird als mögliche etymologischer Ursprung von Okegem oder „Oggenem“, wie Ockenheim im heimischen Dialekt ausgesprochen wird, der frühmittelalterliche, friesländische Schlachtenheld „Hocke“ genannt. Darauf wurde schon eingegangen. Ich nahm per E-Mail mit dem Vorsitzenden des Vereins, Herman van Isterdael, auf, der mir binnen drei Stunden eine herzliche Antwort schrieb. Viel könne er mir nicht helfen, wünsche mir aber viel Erfolg für die Zukunft. Über den Herkunft des Ortsnamens wisse er nicht mehr als in dem Beitrag geschrieben. „De familienaam “Van Ockenghem” kwam onder andere voor te Dendermonde. Er is ooit een studie verschenen om Dendermonde als…

  • Neues von Ockeghem, Okegem und Ockenheim …

    Vor wenigen Wochen habe ich hier über meine Überlegungen dargestellt, wieso der flämische Komponist Jean Ockeghem in der Literatur auch mit dem Nachnamen “Ockenheim” genannt wird. Am unteren Ende des Artikels habe ich noch einige Ergänzungen vorgenommen, u.a., dass ich das Archiv  von Ninove angeschrieben habe. Heute bekam ich Antwort aus Belgien mit einem Zitat, offenbar übernommen von der Seite der Heimatvereins (?, “heemkring”) von Okegem: Als 13. Punkt verfasste Herman van Isterdael eine Übersicht über die Herkunft des Ortsnamens, genanntes Zitat in der Mail. Der Text behandelt die verschiedenen Schreibweise des belgischen Ortes Okegem, heute Stadtteil von Ninove, in früheren Jahrhunderten. Allzu leicht erkennt man die lautmalerische Nähe zu…

  • Johannes Ockenheim alias Jean Ockeghem

    Im hohen Mittelalter entstanden die Nachnamen infolge des steigenden Selbst-Bewusstseins des städtischen Bürgertums. Auch das Bevölkerungswachstum und die damit verbundene häufige Namensgleichheit soll zu der Entstehung und Etablierung beigetragen haben. Jedenfalls orientierten sich die “Beinamen” an der Herkunft (speziell bei Adeligen/Ministerialen), dem Beruf (städtisches Bürgertum) oder waren anderweitige Überbegriffe (“Krumm”, “Winter”, “Fuchs”, …). Auch aus den Rufnamen des Vaters entstanden sie (Jakobssohn -> Jacobsen -> Jacobs -> Jacob). Bei der Heirat nahm Frauen meist den “Beinamen” des Mannes an. “Ockenheim” als Beiname So trugen auch die Herren von Ockenheim der Ockenheimer Burg nach ihrem Vornamen den Zusatz „von Ockenheim“. Über die wirtschaftliche und kulturelle Beziehungen der Ministeriale des Mainzer Erzbischofs geben…

  • Die Wiedergründung 1947

    Nachdem während des Dritten Reiches mache Vereine verboten, manche mit anderen zusammengeschlossen worden waren, kam es in den Jahren nach 1945 zu einer Reihe von Wiedergründungen von Vereinen. Leider gibt es keine Untersuchung zu den Vereinswiedergründungen, die allgemeinen Charakter besitzt; vielmehr existieren mehr oder minder wissenschaftliche Untersuchungen zu einzelnen Vereinen, die jedoch nicht in Relation mit anderen gesetzt werden. So fällt es mir derzeit schwer, die Wiedergründung des MGV 1866 im Jahre 1947 zu beurteilen. Die “Wiederverselbstständigung” In Folge der Gleichschaltung während der nationalsozialistischen Diktatur wurden die beiden Männergesangvereine Ockenheims, der MGV 1866 und dessen spätere Abspaltung, der MGV 1903 Einigkeit, zum MGV 1866 Einigkeit zusammengeschlossen. Dieser Verbund hielt allerdings…

  • Aufarbeitung des ersten Protokollbuches abgeschlossen

    Die Dokumentation zur Edition der ersten Protokollbuches und Kassenbuches ist abgeschlossen: Für den Zeitraum von 1893 bis 1937 sind insgesamt 280 Namen von Vereinsmitglieder (die meisten davon Aktive), 80 genannte Lieder sowie alle im Protokollbuch geschilderten Ereignisse und der Vorstand dokumentiert. Außerdem sind alle erwähnten Theaterstücke, die bei diversen Abendveranstaltungen aufgeführt wurden in meiner Datei aufgelistet. Personenverzeichnis Das Personenverzeichnis dient für anschließenden prosopographische Untersuchungen. Dank noch lebender Zeitzeugen oder Nachkommen wird meine Datenbank hoffentlich noch stark wachsen. Übersicht über die gesungenen Lieder Die Übersicht enthält nur die erwähnten Lieder und damit nur eine kleine Auswahl. Auch hier schließen sich weitere Forschungen zu den Komponisten der diversen Lieder an. Einige Liederbücher des…

  • Kriegsalltag im Protokollbuch

    Schrieb ich zuletzt, die Einträge während des zweiten Weltkrieges waren spärlich? Nun zugegeben, das Vereinsleben ruhte ab 1939 beinahe vollständig, aber immerhin zwölf Seiten wurden in den Kriegsjahren beschrieben; wobei für 1942, 1944 und 1945 keine Einträge vorhanden sind. Hier die Aufzeichnungen des damaligen Schriftführers Johann Siegel zum Krieg sind im Folgenden zusammengestellt (alle aus dem zweiten Protokollbuch, 1937 – 1965): [S. 15-16/24.09.39] An diesem Tage war bei Mitglied H. [Namen stets abgekürzt] eine Vorstandssitzung einberufen. Der seit dem 1. September herrschende Kriegszustand mit Polen, dem auch der für den 29. August vorgesehen Vereinsausflug zum Opfer fiel, machte es notwendig[,] einige Vorkehrungen zu treffen. Es wurde daher beschlossen, falls der…