• Johannes Ockenheim alias Jean Ockeghem

    Im hohen Mittelalter entstanden die Nachnamen infolge des steigenden Selbst-Bewusstseins des städtischen Bürgertums. Auch das Bevölkerungswachstum und die damit verbundene häufige Namensgleichheit soll zu der Entstehung und Etablierung beigetragen haben. Jedenfalls orientierten sich die „Beinamen“ an der Herkunft (speziell bei Adeligen/Ministerialen), dem Beruf (städtisches Bürgertum) oder waren anderweitige Überbegriffe („Krumm“, „Winter“, „Fuchs“, …). Auch aus den Rufnamen des Vaters entstanden sie (Jakobssohn -> Jacobsen -> Jacobs -> Jacob). Bei der Heirat nahm Frauen meist den „Beinamen“ des Mannes an. „Ockenheim“ als Beiname So trugen auch die Herren von Ockenheim der Ockenheimer Burg nach ihrem Vornamen den Zusatz „von Ockenheim“. Über die wirtschaftliche und kulturelle Beziehungen der Ministeriale des Mainzer Erzbischofs geben…

  • Forschungen zur Vereinsgeschichte

    Seit Beginn des Jahres befasse ich mich mit der Vereinsgeschichte des ältesten Ortsvereins, des Männergesangvereins 1866 Ockenheim. Es sind zwei Protokollbücher, zwei Kassenbücher und für die letzten Jahrzehnte mehrere Ordner überliefert – allerdings beginnt das erste Kassenbuch erst 1889, das Protokollbuch gar erst 1899. Dass es vorher kein Protokollbuch gab, belegt der Beginn des ersten Protokollbuchs: Auch legte er [„Lehrer Schmitt“, aktueller Chorleiter] es in zündenden Worten den Vereinsmitgliedern ans Herz, das Monatsgeld jeden Monat zu erheben, und für genaue Buchführung sowohl in Bezug auf die Beschlüsse des Vorstandes, welche säm(m)tlich zu Protogoll[!] aufgenommen in ein extra dazu eingerichtetes Protogollbuch[!] einzuführen seien, als auch dafür Sorge zu tragen, daß in…