Regionalgeschichte

Im Laufe meines Studiums habe ich meine Schwerpunkte auf die Regionalgeschichte gelegt, die mitunter auch als Landesgeschichte oder Lokalgeschichte bezeichnet wird. Da ich schon während des Studiums zunächst als Praktikantin, dann als studentische Hilfskraft im Kulturamt in Bingen am Rhein arbeitete, lag es nahe, dass ich meine Abschlussarbeit über ein Binger Thema schreibe.

Kloster Rupertsberg

Ich wählte das Kloster Rupertsberg, das 1150 von Hildegard von Bingen gegründet wurde und dessen wirtschaftliche Beziehungen auffallend stark nur im Umkreis des mittelalterlichen Binger Rechtsbezirks verankert waren.

Kommunalarchivarin

Während des Studiums war ich, wie schon geschrieben, zunächst Praktikantin, dann Angestellte im Kulturamt – und das bin ich immer noch. Zunächst für das historische Museum (Museum am Strom) und das Stadtarchiv tätig, liegt mein jetziger Schwerpunkt deutlich auf dem Stadtarchiv, das ich mittlerweile auch leite und organisiere. Mir obliegt aktuell vor allem die Aufgabe, aus dem bisherigen Sammlungsarchiv ein wissenschaftliches Kommunalarchiv aufzubauen. Hierzu verzeichne ich u.a. alle Verwaltungsakten seit 1800, schreibe wissenschaftliche Aufsätze und kümmere mich mit Herz und Seele um die Beratung.

Was mir am Herzen liegt

Mir liegt es wirklich am Herzen, den Interessierten mit Rat und Tat zur Seite zu stehen und die Methoden und Skills, die ich während des Studiums gelernt habe, zu vermitteln. Ich möchte Menschen helfen, zu lernen, wie und wo sie recherchieren, wie sie mittelalterliche Tagesbezeichnungen schnell auflösen oder die alte deutsche Schrift lesen lernen können.
Und auch diejenigen für Geschichte zu interessieren, die noch keinen Zugang zu ihr gefunden haben. Und das, obwohl Serien mit historischem Hintergrund regelrecht boomen. Das zeigt mir, dass nicht das Historische generell manchmal abschreckt, sondern die Vermittlung.

Ockenheimer Geschichte(n) und der MGV 1866 Ockenheim

Privat recherchierte sich in allen gängigen Urkundenedition und regionalen Archiven nach Unterlagen zu der Geschichte meines Heimatortes Ockenheim – ich habe sie nach und nach in meinem Blog Ockenheimer Geschichte(n) veröffentlicht und die regelmäßige Bearbeitung 2018 abgeschlossen.
Ebenso habe ich grundlegend und tiefgründig nach der Vereinsgeschichte des mittlerweile aufgelösten MGV 1866 Ockenheim recherchiert, dessen langjährige Schriftführer zuletzt mein Vater und einer meiner Opas waren.

Familiengeschichte: Philipp Weinheimer

Letztgenannter hat ein gleiches Archiv hinterlassen, dass ich bereits zum Teil sortiert und verzeichnet habe. Ein Projekt, dass ich bald weiterführen werde.